Satt schubst der Bus!
- Komm Fahrplan, spiel die Stadtbuskarte, und roll die letzten Schatten tot! Exakt auf Hoehe Klimperkasten bebt Scheibenglas schoen rot. Ein Rest an Nacht weicht Richtung Zoll zur Seite. Fruehmorgendliche Kragenweite markieren im Vorbeiziehn Wolkenfetzen. Und fremde Tauben setzen sich zum Haltestellen-Rand. Wo still ein Brezel-Rest zerfaellt. Satt schubst der Bus den Stadtteil an, damit das ausgeknipste Corso-Logo spuken kann.
Hinter der effizienten, wenig Raum zum Spiel lassenden Struktur des Stadtplans mit seinen allzeit tourismustauglichen Planquadraten soll ein Bruchstueck Konstanz zu einem anderen Blickwinkel und neugierigen Blickwechseln einladen:
nichts ist spannender als ein paar Meter Buergersteig, ein unverbauter Zwischenraum, der einmal nicht im Deutsch des lockenden Hochglanzprospekts untergeht, sondern zur (Alltags)sprache finden darf.
Fruehmorgens, mittags, abends, bei Nieselregen oder tiefstehendem Herbstlicht, in allen Ampelphasen und auch beim Schein des Mondes sind Spaziergaenger, Anwohner, Geschaeftige, Bummler, Kinder, Busfahrer und andere Zufallsbegegnungen eingeladen, im staedtischen Kontext vor Ort ihren individuellen Schnipsel Stadelhofen zu texten, zeichnen, dichten, kollagieren...
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Den richtigen Rahmen wird dabei nicht nur der Augenblick schaffen, sondern auch das Equipment der Station machenden Literatte!
Alle spielerisch entstandenen Momentaufnahmen koennen selbstverstaendlich mit nach Hause genommen werden.
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